Gegen Rollkur
 
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Das Pferd- (K)Ein Sportgerät

  Wieso muss ein Pferd zusammengezogen werden? Liegt es am Ungehorsam des Tieres oder am fehlendem Können des Reiters? Diese Frage stellt man sich, wenn man auf die deutschen Abreiteplätze schaut. Dort sieht man Pferde, die ihren Kopf nicht erhaben tragen, sondern sich selbst in die Brust beißen. Die Ohren sind nicht gespitzt, sie hängen schlaff an den Seiten des Pferdekopfes. Die Bewegungen sind nicht schwungvoll, das Pferd wirkt nicht losgelassen und unzufrieden. Jeder sieht, dass sich die Tiere nicht wohl fühlen. Doch wirklich unternehmen tut keiner etwas. Die Richter schauen weg, meinen, sie sind nur dafür verantwortlich, zu bewerten, was sich auf dem Turnierplatz abspielt. Für eine Bewertung des Abreitens sind sie nicht zuständig und wollen es auch gar nicht sein. Und so ist es möglich, dass eine neue Art des Trainings in den großen Turnierställen Fuß fassen konnte: Rollkur heißt der Weg zum Erfolg. Von den “Großen” praktiziert, von den “Kleinen” nachgemacht. Die Profis machen´ s vor, die Amateure machen´ s nach. Ob Profi oder nicht: Rollkur ist und bleibt Tierquälerei und sollte verboten werden.

 

Doch was ist überhaupt Rollkur?Bei der Rollkur wird der Hals übermäßig gedehnt. Dies geschieht jedoch nicht auf dem Grundsatz “vorwärts- abwärts”, wie es klassische Ausbilder lehren. Die Rollkur basiert auf “kurz und eng”. Was das heißt ist leicht zu definieren: Das Pferd wird so eng zusammengenommen, dass es zwangsweise den Kopf auf die Brust nimmt. Dies ist dann das Resultat harter Reiterhände, die durch starkes Ziehen auf das Pferdemaul einwirken. Wird in der klassischen Reitkunst von “annehmen und nachgeben” gesprochen, sieht man Reiter, die Rollkur anwenden, nur annehmen. Das einer dieser Reiter nachgibt oder gar am langen Zügel reitet, ist die Ausnahme. Hinzu kommen kleine “Hilfsmittelchen”, wie etwa Ausbinder oder Schlaufzügel, oft auch in Kombination angewandt. Diese erlauben dem Pferd gar nicht erst, den Kopf ein Stück höher zu tragen. Das Pferd wird also gezwungen, den Kopf abzusenken. Und in diesem Zustand muss ein Pferd Höchstleistungen bringen. Man fragt sich hierbei, wie es das Pferd schafft, sicher über ein Hindernis zu kommen. Beispiele für Rollkur lassen sich leicht finden: Etwa die “große” und gefeierte Dressurreiterin Anky van Grunsven. Jeder weiß, dass sie Rollkur anwendet. Und trotzdem feiert sie internationale Erfolge und zählt zu den besten Dressurreitern der Welt. Ein anderes Beispiel ist Marcus Ehning, der sehr bekannte Springreiter. Auch ist auf internationalen Turnieren vertreten und wird von pferdebegeisterten der ganzen Welt gefeiert. Ich hatte die Gelegenheit, Herrn Ehning beim Abreiten zu beobachten. Sein Pferd musste scheinbar endlos um die Bahn traben, dabei immer eng zusammengestellt.

Es wird Zeit, sich auf die klassischen Ausbildungsmethoden zu besinnen. Reiten ist heute nicht mehr reines Zeitvergnügen. Ein Pferd gilt heute als “Sportgerät”, als Mittel zum Zweck. Heutzutage muss ein Pferd möglichst früh möglichst hoch ausgebildet werden. Denn ein Pferd, welches mit vier Jahren schon M- Dressuren gewonnen hat, verkauft sich einfach besser. Und so findet man immer seltener die perfekte Harmonie zwischen Mensch und Pferd, bei der das Pferd als gleichberechtigter Partner angesehen wird.


Tiere können nicht für sich selbst sprechen! Deshalb ist es so wichtig, dass wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen!"
(Gillian Anderson)

 

 

 
 
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